Durchschnittslohn in der Westschweiz: Zahlen 2024 je Kanton

Die amtlichen Zahlen

Im Jahr 2024 lag der Medianlohn für eine Vollzeitstelle in Genf bei 7’893 Franken brutto pro Monat, in der Waadt bei 6’810 Franken, in Freiburg bei 6’669 Franken und im Wallis bei 6’434 Franken. Für die ganze Schweiz waren es 7’024 Franken. Für Neuenburg und den Jura haben wir keine kantonale Zahl für 2024 gefunden: Ihre Grossregion, der Espace Mittelland, liegt bei 6’964 Franken.

Alle diese Zahlen stammen aus derselben Quelle, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BFS), die alle zwei Jahre bei den Unternehmen durchgeführt wird. Die kantonalen Statistikämter werten sie für ihren Kanton aus und haben ihre Ergebnisse zwischen November 2025 und April 2026 veröffentlicht. Viele Seiten zum Thema vermischen die Jahre, verwechseln Durchschnitt und Median oder zitieren Stellenportale, deren Zahlen etwas anderes messen. Wir haben jede Zahl bei ihrer amtlichen Quelle nachgelesen, Kanton für Kanton, dann Branche für Branche, dazu die Mindestlöhne und ab wann sie gelten.

Wie viel verdient man in der Westschweiz?

Rechnet man alle Stellen auf Vollzeit um, liegt die Hälfte unter dem Medianlohn, die andere Hälfte darüber. In der Westschweiz liegt dieser mittlere Wert zwischen 6’434 Franken im Wallis und 7’893 Franken in Genf: fast 1’460 Franken Unterschied pro Monat zwischen zwei Nachbarkantonen.

Balkendiagramm des monatlichen Bruttomedianlohns 2024: Genf 7’893 Franken, Waadt 6’810, Freiburg 6’669, Wallis 6’434, Schweiz 7’024, Genferseeregion 6’998, Espace Mittelland 6’964
Medianlohn 2024 bei Vollzeit mit 40 Stunden, nach Westschweizer Kanton und Grossregion. Nur Genf liegt über dem Schweizer Median. Quellen: BFS, OCSTAT, Statistique Vaud, Statistikamt Freiburg, Kanton Wallis.

Die Medienmitteilung des BFS vom 25. November 2025 nennt den Schweizer Median: 7’024 Franken im Jahr 2024, gegenüber 6’788 Franken im Jahr 2022. Die Erhebung stützt sich auf rund 34’000 Unternehmen und 2,9 Millionen Arbeitnehmende, und laut BFS ist sie für die Schweiz und ihre sieben Grossregionen repräsentativ. Für die Romandie ergibt das zwei Regionen: die Genferseeregion (Genf, Waadt, Wallis) mit 6’998 Franken und den Espace Mittelland (Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura) mit 6’964 Franken, so die regionale Tabelle des BFS.

Eine verlässliche kantonale Zahl braucht eine grössere Stichprobe als die nationale Erhebung. Freiburg gibt an, diese Verdichtung zu finanzieren, und auch das Wallis hat seine Stichprobe aufgestockt: 72’597 Löhne aus 1’648 Unternehmen für 2024. Genf und die Waadt veröffentlichen ebenfalls eigene Ergebnisse. Von Neuenburg und dem Jura haben wir für 2024 nichts gefunden, und der Median des Espace Mittelland vermischt ihre Löhne mit jenen aus Bern. Bevor Sie diese Zahlen mit Ihrer Lohnabrechnung vergleichen, sollten Sie aber wissen, was sie messen.

Durchschnittslohn oder Medianlohn: zwei verschiedene Zahlen

Der Durchschnittslohn liegt fast immer über dem Medianlohn, manchmal deutlich. Für den Durchschnitt zählt man alle Löhne zusammen und teilt durch die Zahl der Beschäftigten: Ein paar sehr hohe Löhne genügen, um ihn nach oben zu ziehen. Der Median bewegt sich dabei kaum. Das BFS warnt in seiner Mitteilung ausdrücklich davor, die beiden zu verwechseln, und veröffentlicht den Median als Referenzwert.

Genf zeigt den Unterschied deutlich. Laut einer Tabelle des OCSTAT, des Genfer Statistikamts, lag der Durchschnittslohn dort 2024 bei 9’810 Franken, fast 1’920 Franken über dem Median von 7’893 Franken. Bei den Männern erreicht der Durchschnitt 10’489 Franken, der Median 7’961. Wenn Sie nach «Durchschnittslohn» suchen und eine Zahl um 7’000 Franken finden, ist es fast immer ein Median.

Beide Zahlen sind zudem «standardisiert». Die Erhebung nimmt den Bruttolohn vom Oktober und rechnet ihn auf 40 Wochenstunden und 4⅓ Wochen pro Monat um. Mitgezählt werden die Sozialbeiträge der Arbeitnehmenden, Zulagen für Nacht-, Schicht- oder Sonntagsarbeit, ein Zwölftel des 13. Monatslohns und ein Zwölftel der Boni des Jahres. Familienzulagen sind nicht enthalten. Ein standardisierter Lohn ist also weder Ihr vertraglicher Lohn noch Ihr Nettolohn, sondern ein Werkzeug, um Stellen miteinander zu vergleichen. Beginnen wir mit dem bestbezahlten Kanton.

Genf: 7’893 Franken und grosse Unterschiede

Genf ist der einzige Westschweizer Kanton über dem Schweizer Median: 7’893 Franken pro Monat im Jahr 2024, laut dem statistischen Bulletin vom Dezember 2025 des OCSTAT. Das sind rund 45.54 Franken pro Stunde. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist in der Mitte der Skala klein: 7’804 gegenüber 7’961 Franken, also 2,0%. Nach oben wächst er: Bei den bestbezahlten 10% liegt die Schwelle für Frauen bei 13’245 Franken, für Männer bei 17’237 Franken.

Die Branche wiegt schwerer als alles andere. Hier die Genfer Medianlöhne 2024 aus der Tabelle nach Branchen des OCSTAT:

Branche in Genf Medianlohn 2024
Finanzdienstleistungen 12’682 Franken
Grosshandel 10’835 Franken
Informatik und Informationsdienstleistungen 9’560 Franken
Öffentliche Verwaltung 9’543 Franken
Erziehung und Unterricht 9’404 Franken
Gesundheits- und Sozialwesen 7’922 Franken
Baugewerbe 6’624 Franken
Detailhandel 5’233 Franken
Gastgewerbe 4’745 Franken

Finanzbranche und Grosshandel ziehen den Genfer Median nach oben. Zwischen Gastgewerbe und Finanzdienstleistungen beträgt der Unterschied beim Median 7’937 Franken pro Monat, im selben Kanton. Das bestbezahlte Viertel der ganzen Genfer Wirtschaft verdient mehr als 10’720 Franken, das am schlechtesten bezahlte Viertel weniger als 5’935 Franken.

Dieses Niveau hat eine weniger sichtbare Folge. Das OCSTAT berechnet eine Tieflohnschwelle aus dem Genfer Median, nämlich 5’262 Franken: 19,3% der Stellen im Kanton liegen darunter, so seine Tabelle zu den Tieflöhnen. Mit der nationalen Schwelle von 4’683 Franken sinkt der Anteil auf 10,7%. Diese Zahlen lassen zudem den internationalen öffentlichen Sektor weg: Angestellte der UNO und der anderen Organisationen haben eigene Lohnskalen, die wir in unserem Artikel über die internationalen Organisationen erklären. Die Waadt liegt eine Stufe tiefer.

Waadt: 6’810 Franken, also 39.30 Franken pro Stunde

Im Kanton Waadt lag der Medianlohn 2024 bei 6’810 Franken, also 39.30 Franken pro Stunde und rund 210 Franken unter dem Schweizer Median. Statistique Vaud, das kantonale Statistikamt, hat ihn am 14. April 2026 in seiner Ausgabe von «Numerus» zu den Löhnen veröffentlicht, gestützt auf 247’481 Löhne, die 2’387 Unternehmen und Verwaltungen gemeldet haben.

Auszug aus der Medienmitteilung des Kantons Waadt, auf Französisch: Der Bruttomedianlohn erreicht 6810 Franken für 40 Wochenstunden, also 39.30 pro Stunde, 9700 Franken in der Informatik und 4610 Franken im Gastgewerbe
Die Medienmitteilung von Statistique Vaud vom 14. April 2026 zum Waadtländer Medianlohn 2024, nur auf Französisch veröffentlicht. Quelle: vd.ch, gelesen am 19. Oktober 2026.

Die Spannweite der Branchen gleicht jener in Genf, ist nach oben aber enger. An der Spitze steht die Informatik mit 9’700 Franken, vor den Finanzdienstleistungen (9’100 Franken), den Versicherungen (8’780 Franken) und dem Unterrichtswesen (8’210 Franken). Das Gesundheits- und Sozialwesen liegt bei 6’750 Franken, das Baugewerbe bei 6’500 Franken, der Detailhandel bei 5’160 Franken, und das Gastgewerbe bildet mit 4’610 Franken das Schlusslicht.

Zwei Details aus dem Numerus verdienen Ihre Aufmerksamkeit. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern, 6’700 gegenüber 6’880 Franken oder 2,6%, ist im Kanton statistisch nicht signifikant, während er schweizweit 8,4% beträgt. Und Dienstjahre zahlen sich aus: Wer eine Stelle seit mehr als 30 Jahren innehat, kommt auf einen Median von 8’890 Franken, gegenüber 6’330 Franken bei weniger als drei Jahren. Unter 25-Jährige liegen bei 5’040 Franken, über 55-Jährige bei 7’680.

Methodisch ist für die Waadt ein Punkt wichtig. Die Zahlen beziehen sich auf Waadtländer Unternehmen und alle ihre Angestellten, auch auf jene, die in einem Betrieb ausserhalb des Kantons arbeiten. Über zwölf Jahre ist der Waadtländer Median nominal um 9,7% gestiegen, nach Abzug der Teuerung aber nur um 3,8%, also um 250 Franken pro Monat. Weiter östlich und nördlich sinken die Löhne noch.

Wallis, Freiburg, Neuenburg und Jura

Die vier übrigen Westschweizer Kantone liegen alle unter dem Schweizer Median, aber aus unterschiedlichen Gründen, und ihre Zahlen werden nicht gleich veröffentlicht.

Wallis: 6’434 Franken, Rang 21 unter den Kantonen

Das Wallis hat den tiefsten Medianlohn der Westschweiz: 6’434 Franken im Jahr 2024, laut dem statistischen Informationsbulletin der Dienststelle für Statistik und Finanzausgleich vom April 2026. Die Dienststelle sieht den Kanton im interkantonalen Vergleich auf dem 21. Platz. Vor allem das obere Ende der Skala ist tiefer als anderswo: Die bestbezahlten 10% verdienen mehr als 10’428 Franken, gegenüber 12’526 Franken in der ganzen Schweiz.

Der öffentliche Sektor zahlt im Wallis besser als der private: 7’793 Franken Median gegenüber 6’148 Franken. Das Bulletin erklärt dies mit der Zusammensetzung der beiden Sektoren, denn Gastgewerbe und Detailhandel gibt es im öffentlichen Sektor nicht. Am besten bezahlt sind Erziehung und Unterricht (9’012 Franken), vor der chemischen Industrie (8’564 Franken) und der Energieversorgung (8’039 Franken). Das Gastgewerbe liegt bei 4’654 Franken, und ein Drittel seiner Stellen (33,5%) sind Tieflohnstellen.

Das Bulletin nennt auch den Median nach Aufenthaltsbewilligung, wie es auch Genf tut. Personen mit C-Ausweis verdienen 6’071 Franken, Grenzgängerinnen und Grenzgänger 5’692 Franken, Personen mit B-Ausweis 5’344 Franken und mit L-Ausweis 5’189 Franken, gegenüber 6’905 Franken bei Schweizer Arbeitnehmenden. Diese Unterschiede hängen zum Teil mit den Branchen und den Stellen zusammen. Wie Sie die Grenzgängerbewilligung erhalten, erklärt unser Artikel über den G-Ausweis.

Freiburg: 6’669 Franken, privat und öffentlich zusammen

Freiburg veröffentlicht zwei Zahlen, und das sorgt oft für Verwirrung. Für den privaten und den öffentlichen Sektor zusammen, vergleichbar mit den anderen Kantonen, lag der Median 2024 bei 6’669 Franken, laut der Tabelle des Amts für Statistik und Daten (6’785 Franken für Männer, 6’475 für Frauen). Die Lohnseite des Kantons stellt nur den Privatsektor in den Vordergrund: 6’330 Franken, 5,8% unter dem Schweizer Median des Privatsektors (6’722 Franken).

Im Freiburger Privatsektor nennt die Tabelle nach Branchen 8’044 Franken in Information und Kommunikation, 7’595 Franken bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, 6’395 Franken im Baugewerbe, 6’320 Franken im Gesundheits- und Sozialwesen und 4’596 Franken im Gastgewerbe. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern im Privatsektor, 11,0%, ist seit 2012 gesunken, damals betrug er 17,6%.

Neuenburg und Jura: nur der regionale Median

Für Neuenburg und den Jura bleibt die nächstliegende amtliche Zahl jene des Espace Mittelland: 6’964 Franken im Jahr 2024. Die am schlechtesten bezahlten 10% der Region verdienen weniger als 4’737 Franken, die bestbezahlten 10% mehr als 11’734 Franken. Wenn Sie anderswo einen «Neuenburger Medianlohn» auf den Franken genau sehen, fragen Sie sich, woher er stammt: Wir haben keine amtliche Veröffentlichung dieser Zahl für 2024 gefunden.

Die regionale Tabelle des BFS sagt trotzdem etwas Nützliches über den Jurabogen. In der Branche, die die Uhrenindustrie mit Elektronik und Optik zusammenfasst, liegt der Median im Espace Mittelland bei 6’647 Franken, gegenüber 7’903 Franken in der Genferseeregion. Die Pharmaindustrie kommt im Espace Mittelland auf 9’123 Franken. Solche Unterschiede zwischen Branchen finden sich übrigens in allen Kantonen.

Dieselbe Branche, von Kanton zu Kanton

Der Kanton zählt oft weniger als die Branche. Im Gastgewerbe unterscheidet sich der Median zwischen Genf, Waadt und Wallis um nur 135 Franken, während der Gesamtunterschied zwischen diesen Kantonen über 1’400 Franken liegt. Den Ausschlag geben die bestbezahlten Branchen, wie diese Tabelle der Medianlöhne 2024 in Franken zeigt. Sie enthält nur Branchen, die alle drei Ämter gleich abgrenzen:

Branche Genf Waadt Wallis
Gastgewerbe 4’745 4’610 4’654
Detailhandel 5’233 5’160 4’967
Erziehung und Unterricht 9’404 8’210 9’012
Alle Branchen 7’893 6’810 6’434

Wenn Sie in der Gastronomie arbeiten, verdienen Sie in Genf also nicht viel mehr als im Wallis, obwohl die Mieten nicht vergleichbar sind. Im Unterrichtswesen rückt das Wallis nahe an Genf heran. Den Abstand schaffen Genf und die Waadt in der Finanzbranche, im Grosshandel und in der Informatik. Am unteren Ende ziehen die Mindestlöhne die Grenze.

Tieflöhne und Mindestlöhne, Kanton für Kanton

Drei Westschweizer Kantone haben einen gesetzlichen Mindestlohn: Genf, Neuenburg und der Jura. Die Waadt, das Wallis und Freiburg haben keinen. Freiburg und die Waadt haben bereits darüber abgestimmt, das Wallis stimmt als Nächstes ab.

Zeitleiste der Westschweizer Mindestlöhne: Neuenburg ab August 2017, Jura ab Februar 2018 und 21.40 Franken ab Juli 2024, Genf 23 Franken im November 2020, 24.59 im Jahr 2026 und 24.73 ab 2027, Abstimmungen in Freiburg, Waadt und Wallis
Die kantonalen Mindestlöhne der Westschweiz und die Abstimmungen dazu, von 2017 bis 2027. Quellen: ge.ch, ne.ch, jura.ch, fr.ch, vd.ch, vs.ch.

In Genf beträgt der Mindestlohn seit dem 1. Januar 2026 24.59 Franken brutto pro Stunde, also 4’262.27 Franken pro Monat bei 40 Stunden. Am 1. Januar 2027 steigt er auf 24.73 Franken. Wenn Sie einen 13. Monatslohn erhalten, muss Ihr Grundstundenlohn 2026 mindestens 22.70 Franken betragen. In Neuenburg gilt 2026 ein Mindestlohn von 21.35 Franken, der jedes Jahr der Teuerung angepasst wird. Der Jura liegt seit dem 1. Juli 2024 bei 21.40 Franken, sein Gesetz gilt aber nicht für Branchen mit einem allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der einen bezifferten Mindestlohn festlegt.

Anderswo folgt eine Abstimmung auf die nächste. Freiburg hat am 30. November 2025 eine Initiative für 23 Franken pro Stunde abgelehnt, mit 53,5% Nein-Stimmen. Die Waadtländer Stimmberechtigten haben am 14. Juni 2026 den Grundsatz eines Mindestlohns in die Kantonsverfassung aufgenommen, aber die Gesetzesinitiative und den Gegenvorschlag abgelehnt, zwei Gesetze, die ihn auf 23 Franken pro Stunde festgelegt hätten. Vorerst gilt dort kein Betrag. Das Wallis stimmt am 29. November 2026 über eine Initiative für 22 Franken ab, 18 Franken in der Landwirtschaft. Staatsrat und Grosser Rat empfehlen, sie abzulehnen.

Zur Einordnung: Der Genfer Mindestlohn entspricht pro Stunde etwas mehr als der Hälfte des Genfer Medianlohns. In Kantonen ohne Mindestlohn setzen die Gesamtarbeitsverträge der Branchen und Ihr Arbeitsvertrag die Untergrenze. Bleibt die Frage, wo Ihr eigener Lohn steht.

So vergleichen Sie Ihren Lohn mit diesen Zahlen

Bringen Sie Ihren Lohn zuerst auf dieselbe Basis wie die Erhebung. Zählen Sie zu Ihrem Bruttomonatslohn ein Zwölftel des 13. Monatslohns, ein Zwölftel Ihres Jahresbonus und Ihre Nacht- oder Schichtzulagen hinzu, teilen Sie durch Ihre Wochenstunden und multiplizieren Sie mit 40. Statistique Vaud rechnet im Numerus dieses Beispiel vor:

Vertrag über 6’000 Franken brutto pro Monat bei 42 Wochenstunden, mit einer Erschwerniszulage von 460 Franken, einem 13. Monatslohn und einem Bonus von 2’160 Franken pro Jahr: (6’000 + 460 + 6’000 ÷ 12 + 2’160 ÷ 12) ÷ 42 × 40 = 6’800 Franken standardisiert.

Dieser Lohn von 6’000 Franken pro Monat entspricht also fast genau dem Waadtländer Median. Arbeiten Sie Teilzeit, genügt dieselbe Formel: Mit Ihren tatsächlichen Stunden rechnet sie Ihren Lohn auf eine Vollzeitstelle hoch, wie es die Erhebung tut.

Vergleichen Sie dann mit der richtigen Referenz: Ihrem Kanton, Ihrer Branche und wenn möglich Ihrem Ausbildungsniveau und Ihrer Verantwortung. Zwei öffentliche Rechner nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Salarium, der statistische Lohnrechner des BFS, stützt sich auf die Daten der Erhebung. Der Nationale Lohnrechner des SECO und der kantonalen Arbeitsämter zeigt die üblichen Löhne nach Beruf. Auch der Kanton Freiburg verweist auf diese beiden Rechner.

Denken Sie zuletzt daran, dass all diese Beträge Bruttolöhne sind. Die Sozialbeiträge der Arbeitnehmenden sind darin enthalten und werden von Ihrem Lohn abgezogen, ebenso die Quellensteuer, falls Sie quellensteuerpflichtig sind: Unser Artikel über die Berichtigung der Quellensteuer erklärt, was Sie zurückholen können.

Was die Zahlen von 2024 noch nicht zeigen

Die Löhne sind seit der Erhebung weiter gestiegen. Laut dem am 21. April 2026 veröffentlichten Schweizerischen Lohnindex stiegen die Nominallöhne 2025 um 1,8% und die Reallöhne um 1,6%. Der Anstieg war nicht überall gleich: 3,3% in der öffentlichen Verwaltung, 0,4% im Gesundheits- und Sozialwesen. Der Index nennt keine Zahlen nach Kanton, und die nächste Lohnstrukturerhebung betrifft das Jahr 2026.

Für eine Lohnverhandlung oder einen Stellenwechsel heisst das: Die Medianlöhne von 2024 stammen aus der Zeit vor diesem Anstieg und unterschätzen die seither bezahlten Löhne eher. Am aussagekräftigsten ist der Vergleich mit den Löhnen, die Arbeitgeber in Ihrem Kanton aktuell ausschreiben. Die offenen Stellen finden Sie auf unseren Seiten für den Kanton Genf, den Kanton Waadt, das Wallis, Freiburg, Neuenburg und den Jura.

Häufige Fragen

Zählen Angestellte der UNO und internationaler Organisationen beim Genfer Medianlohn mit?
Nein. Das Genfer Statistikamt OCSTAT veröffentlicht seine Zahlen ohne den internationalen öffentlichen Sektor und ohne Landwirtschaft. Die 7’893 Franken für Genf beschreiben also die Unternehmen, Vereine und Schweizer Verwaltungen im Kanton. Die Löhne der internationalen Organisationen folgen eigenen Lohnskalen.
Sind die Löhne in der Schweiz seit 2024 gestiegen?
Ja, im Durchschnitt. Laut dem Schweizerischen Lohnindex des BFS stiegen die Nominallöhne 2025 um 1,8% und die Reallöhne um 1,6%, bei einer Teuerung von 0,2%. Der Anstieg unterscheidet sich je nach Branche: 3,3% in der öffentlichen Verwaltung, nur 0,4% im Gesundheits- und Sozialwesen. Zahlen nach Kanton liefert der Index nicht.
Ist ein Lohn von 4’500 Franken in der Westschweiz ein Tieflohn?
Bei einer Vollzeitstelle ja, nach der Schweizer Definition: Das BFS setzt die Tieflohnschwelle für 2024 bei 4’683 Franken brutto pro Monat an, zwei Drittel des nationalen Medianlohns. Mehrere kantonale Ämter berechnen zudem eine Schwelle aus ihrem eigenen Median: 5’262 Franken in Genf, 4’540 Franken in der Waadt und 4’289 Franken im Wallis, wo 4’500 Franken also knapp darüber liegen.
Wie viel verdienen Grenzgänger in der Westschweiz?
Genf und das Wallis veröffentlichen diese Zahl für 2024. In Genf lag der Medianlohn von Personen mit G-Ausweis bei 6’825 Franken, gegenüber 8’895 Franken bei Schweizer Arbeitnehmenden; im Wallis bei 5’692 gegenüber 6’905 Franken. Schweizweit verdienen Grenzgängerinnen und Grenzgänger ohne Kaderfunktion laut BFS 5’950 Franken, jene mit hoher Verantwortung 11’207 Franken.

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